Ein Unding namens Ergometer
9. Januar 2010 3 Kommentare
Hometrainer haben für mich seit jeher den Beigeschmack von Kleiderständern, werden sie doch – zumindest meinem Vorurteil folgend – zuerst voll der guten Vorsätze angeschafft, eine Zeit lang genutzt und dann eben jener abschließenden Verwendung zugeführt.
Denn zum Wegwerfen sind sie ja doch irgendwie zu schade und haben will die Dinger sonst auch keiner. Immerhin haben etliche Haushalte bereits so einen Platzverbraucher oder wollen aus gutem Grund keinen.
Somit sind Ergometer einfach nicht sexy. Gewissermaßen uncool. Aber wenn’s hilft?
Nun wird man aber nicht jünger, faule Socke ist man auch, wie man „Bewegungsmuffel“ buchstabiert ist bekannt, Freiluftfanatiker war man noch nie … die Liste ließe sich verlängern. Es folgt: Die ideale Lösung zur – zumindest vorsätzlich – regelmäßigen Körperertüchtigung wäre einfach wirklich ein Ergometer.
(Ich schaffe es einfach noch nicht, im vorhergehenden Satz das unbestimmte „man“ durch das zutreffendere Pronomen „ich“ zu ersetzen.)
In der Folge kenne ich nun den Unterschied zwischen den oben bewusst falsch durcheinander verwendeten Ausdrücke Heimtrainer und Ergometer und zu meiner eigenen Überraschung besitze ich seit heute sogar (m)einen eigenen Kettler PX2; zumindest wenn er dann geliefert wird.
Ein Waunsinn.
Jetzt gilt’s bloß noch dafür zu sorgen, dass daraus kein Kleiderständer wird.

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