Hierüber

Werte Leserin, werter Leser,

Sie gehören – das beweist der Umstand, dass Sie diese Worte hier sehen – zweifellos zu einer sehr exklusiven Randgruppe. Randgruppen mögen zwar eher negativ konnotiert sein, aber glauben Sie mir: Sie müssen eine unpackbar wundervolle Person sein. Immerhin haben Sie den Weg hierher gefunden. Und ich darf Ihnen auch versichern, dass die Häufigkeit derartiger Ereignisse zumindest rar ist.

Eigentlich gehe ich davon aus, dass ich die hierorts ansässigen Texte ausschließlich für drei Personen schreibe: me, myself & I. Ehrlicherweise sollte ich aber schon zugeben, dass ich mich mit diesem Umstand schlichtweg nur abgefunden habe, meine Erwartungshaltung geht natürlich – nach wievor ungebrochen – in Richtung Ruhm und Ehre und einer epischen Anhängerschaft. Reichtum sollte auch nicht unerwähnt bleiben und das mit der Attraktivität wollte ich mir bei Gelegenheit noch einmal überlegen …
Die Realität lehrte mich jedoch Genügsamkeit. *köff*

Der hauptsächliche Grund dafür, weshalb ich ab und zu das Bedürfnis habe, mir etwas von der Seele zu schreiben, ist vermutlich dort zu finden, dass ich immer schon eine gewisse Affinität zum geschriebenen Wort hatte. Zumindest spätestens seit jenem Zeitpunkt, als ich felsenfest davon überzeugt war endlich Schreiben zu können und den Namen meiner Cousine Monika voller Inbrunst als “Moniha” auf ein Blatt Papier kritzelte. Aber ich habe seither dazugelernt.
Abgesehen davon habe ich natürlich schon von Tagebüchern gehört, aber bei meiner Handschrift in Verbindung mit dem Umstand, dass mir Blogs technisch sehr nahe liegen …
Unabhängig davon zwingt mich der öffentliche Charakter dieses, meines privaten Blogs einfach dazu, über manche Themen sorgfältiger nachzudenken und gewisse Formulierungen tunlichst zu vermeiden. Selbstdisziplin quasi.

Ob’s hilft?
Geht so.

Formal liegt mir die Satire und somit in der hiesigen formalen Kürze die Glosse recht nahe, was sicher mir nicht näher bekannte Rückschlüsse auf meine Persönlichkeit zulässt. Aber es können wohl zweifellos nur die allerbesten sein.

Sollte ich inhaltlich einmal berufliches streifen, dann hoffentlich eher nur im periphären Zusammenhang und gewiss nicht mit direkten Bezügen auf tatsächliche Handlungen und Personen. Das versteht sich von selbst.
Soweit der Plan.

Liebe Grüße und solche Sachen,
Thomas

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