… haut bekanntlich nicht hin. Jüngst (genauer: heute) war am Schauplatz beim Staatsfunk aus dem imaginären, überköpfischen Zusammenschlagen der Hände wieder einmal nicht herauszukommen.
Mir wurden Meinungsäußerungen von – akzentbedingt zweifelsfrei – Österreichern (diverse unglückliche Jahrgänge, allesamt Osthang) zum Themenkomplex “Ausländer” frei Haus serviert, bei denen mir noch immer das geographische Extrem dafür fehlt, wohin ich diese, meine Mitbürger gerne fortwünschen würde, auf dass sie für potentiell gesellschaftlich sinnstiftendere Bürger anderer Herren Länder Platz machen.
Da es so schön weit entfernt ist, sagen wir einmal, sie sollten eine sehr, sehr ausgedehnte Reise nach Indien unternehmen. Immerhin ist es ja dort, wo der Pfeffer wächst. Oder zumindest ursprünglich gewachsen ist.
Man hat aber befürchtungsweise leider wohl jene Mitbürger, die man verdient.
Nur: Kann es mit meinem Karma denn wirklich dermaßen im Argen liegen?
Wer war ich denn vormals? Attila der Hunne?
Dermaßen viel proletoides Elend in einem einzigen zentraleuropäischen Land müsste doch allein schon aufgrund statistischer Unmöglichkeit verboten sein.
Nachdem all das hiesige Gesundere aber wohl eher sehr für die Fische sein dürfte, bleibt mir nur mein Heil im jahrhundertelang erprobten österreichischen Weg der pragmatischen Zwischenlösung zu suchen:
Sagen wir einfach, das ist alles nicht so tragisch und die Dodeln meinen das eh alles nicht so. Im Übrigen sind sie gaaanz, gaaanz liebe Leut’, die auch brav ihre Steuern zahlen tun. Oder zumindest bei der Partei sind. Na, bei einer halt.
Eben.
Passt scho’.