Der Rechtschreibfehler im Ausländer-Check
3. März 2010 Hinterlasse einen Kommentar
Beim jüngsten Beitrag des BZÖ zur an Beiträgen andernfalls ja dramatisch unterbemittelten Immigrationsdiskussion handelt es sich um die verzweifelte Verfolgung des Mottos “drei Mal abgeschnitten und noch zu kurz”. Auch wenn die Diskussion an und für sich natürlich eine weder verwerfliche noch unpassende ist, so haftet ihr – nicht zuletzt aufgrund der im politischen Wettbewerb gerne so primitiv praktizierten Wahlkampfattitüde – ein Beigeschmack an, der vermuten lässt, es ginge dem Betreiber nicht um den Inhalt, sondern nur um seinen eigenen politischen Gewinn. Vor dem Hintergrund, dass die politische Maschinerie eine sehr vielschichtige ist – und es darf geunkt werden, dass dieser Umstand ein künstlich aufrechterhaltener ist, um darauf aufbauend das Wahlvolk im Glauben der politischen Notwendigkeit gefangen zu halten – mag es durchaus eine Mehrheit involvierter Personen geben, denen tatsächlich an der Sache gelegen ist. Je höher die ihnen zuordenbare Kamerapräsenz jedoch ausfällt, desto vordergründiger das politische und darob populistische Kalkül. Und ständig schlagen sie in die gleichen Kerben “Immigration” und “Sicherheit”, sind total brüskiert, wenn ihnen vorgehalten wird, sie würden nur Ängste der Bevölkerung zum eigenen politischen Nutzen schüren und haben die Miene der beleidigten Leberwurst perfektioniert.
Aber womöglich handelt es sich beim “Ausländer-Check” ja nur um einen Schreibfehler? Es wäre ja nicht das erste politische Missverständnis in unserer Republik. Vielmehr könnte es sich – gemäß dem phonetischen Wortstamm – eigentlich um einen Ausländer-Scheck handeln.

