Suche Freude, muss kündigen
4. Februar 2011 2 Kommentare
Es war einmal – und es mag einige Wochen her gewesen sein – dass mir folgendes zum wiederholten Mal vom wiederholten Mal nicht aus dem Kopf gehen wollte: Dank zweifelhafter Maßnahmen diverser Vorgängerregierungen scheint mir eine Alterspension nicht mehr erreichbar. Und auch wenn: Die Zeit bis dahin ist noch unsagbar lang. Wie kann es da sein, dass ich mich noch länger in einer Konzernstruktur verdinge, deren bizarre Auswüchse ihre eigenen Absurditäten in immer kürzeren Perioden erfolgreich in den Schatten stellt?
Es läuft auf eine Frage hinaus: Was braucht man zum Leben? Dazu könnte zählen:
- Eine Tätigkeit, die einen mit Freude ausfüllt.
- Geld um einen grundlegenden Lebensstandard zu gewährleisten.
- Aber allem voran Zeit um sie seinen Interessen und seinen Mitmenschen widmen zu können.
Je mehr man sich daher in kapitalistitischen Hochburgen verdingt, umso weiter entfernt man sich von “Frei”-Zeit, sinnstiftender Tätigkeit und einem Einkommen, dessen Höhe sich nur mit tatsächlichen Erfordernissen messen muss.
Zugegeben: Alles etwas subjektiv. Aber subjektiv trifft man nun einmal Entscheidungen. Und genau so traf ich auch meine nächste Entscheidung. Kündigen nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit mit dem Vorhaben in die Selbständigkeit und allen zugehörigen Scherereien zu gehen. Aber es werden “meine” Scherereien sein. Und idealerweise auch “meine” Freude. Was für ein Ausblick.
Wie auch immer das Abenteuer Leben weitergeht: Nur keine Scheu vor Veränderungen. Im schlimmsten Fall erkennt man einen Fehler und hat es probiert. Nicht angenehm, aber auch nicht feig. Verflixt, was hab’ ich lang’ dafür gebraucht …
