Dieses Video zu “It’s not my time” von 3 Doors Down führt eindrucksvoll vor Augen, was ein Traceur imstande ist zu bewältigen: Quer durch die Stadt zu laufen ohne sich um gemeinhin als Hindernisse bezeichnete Bauten zu scheren. Einfach durch, drüber, drunter aber Hauptsache hinweg. In Verbindung mit der Eleganz der Bewegungsabläufe ergibt das einen selten gezeigten Genuss.
Das gilt auch für sportliche Nicht-Existenzen wie mich.
Und nein, ich werde nicht dem Parkour-Sport anheim fallen.
Im Normalfall vermutlich eher übel, aber hin und wieder darf man sich auch einmal herzhaft über Kunden amüsieren. Immerhin handelt es sich bei manchen Exemplaren ja um Kunden aus der Hölle.
„Ihr wisst, dass es heute um sehr viel geht.“ Die Aufmerksamkeit ist geweckt.
„Heute müsst Ihr einfach alles geben.“ Klar. Weshalb eigentlich gleich noch mal?
„Sie wird Euch jetzt dann erklären, worum es heute geht.“ Das klingt doch vielversprechend.
„Vergesst nicht, dass es heute um alles geht.“ Ah, darum geht’s: Alles.
„Wenn Ihr heute nicht Euer Bestes gebt, waren Eure bisherigen Anstrengungen vergebens.“ Das sollte als Motivation eigentlich reichen.
„Es geht heute um wirklich viel.“ … ein Déjà-vu.
Worum es dabei wirklich gegangen ist, war ein Fotoshooting für ein Hervis Plakat im Rahmen von Austria’s Next Top-Model. Schon verblüffend, wie wichtig sich Werbung selbst nehmen kann. Aber vielleicht ist das ja nur ein Satiremagazin und mir hat’s noch keiner gesagt?
Falls nicht, dann könnte man hinsichtlich der dramaturgischen Gestaltungsbandbreite – bei etwas gutem Willen – sicher noch Potential finden. Aber die Probandinnen schlagen sich in dieser 10-Kleine-Negerlein-Dezimierungs-Soap trotzdem recht tapfer.
Gottseidank ist bald Finale und damit ein Ende der grausamen Darbietung.
Vor Jahrzehnten – somit: in meiner Jugend – ging es mir nicht anders als allen anderen: Ich hatte eine bevorzugte Musikrichtung (an der bis heute keine nennenswerte Veränderung festzustellen wäre) und demzufolge auch entsprechende Interpreten. Ich stand mit meinen Begeisterungen jedoch häufig auf recht spärlich besiedeltem Gebiet. (Dass das für mich nicht nachvollziehbar war, erklärt sich von selbst.)
Mit “Bad English” verhielt sich das damals ebenso, auch wenn ich die zugehörige CD heute noch in meiner Sammlung habe und – durchaus nicht nur aus sentimentalen Gründen – heute noch immer wieder einmal anhöre.
Live gesehen habe ich zumeist nur die Mainstream-Vertreter (Rolling Stones, Aerosmith, U2 … somit die üblichen Open-Air-Verdächtigen). Von eher exotischen und – mangels anderer “Kenner” – im Stillen genossenen Interpreten wie eben Bad English war mir unausgesprochen immer ziemlich klar, dass ein Live-Konzert wohl in diesem Leben nicht drin sein würde. Entweder existierten die Bands nie lange genug, oder schafften nicht den Sprung über den Teich herüber.
Dank YouTube verfolge ich sporadisch das Schaffen damaliger Favoriten und somit auch jenes von John Waite, dem Sänger und Song Writer von Bad English.
Nachdem ich Anfang dieses Jahres durch Zufall – und vor allem: zu meinem Glück – im Orpheum ein Konzert von Andy Baum besucht habe, habe ich nun ebenso zufällig erfahren, dass am 17.02.2010 John Waite in der Szene Wien sein wird.
Somit gibt’s doch noch ein Live-Konzert von einem derer, von denen ich es in diesem Leben nicht mehr für möglich gehalten hätte. Beinahe noch mehr als vom Umstand des Konzertes selbst bin ich davon verblüfft, wie sehr mich das begeistert.
Wie damals werde ich auch diesmal allein zum Konzert ausrücken. Das passt ziemlich gut, denn wer könnte mit mir meine Vergangenheit besser teilen als ich selbst? Genau.
Und weil’s so schön war und so 80er-mäßig ist (was somit auch gleich als stilistische Warnung in optischer Hinsicht zu verstehen sein soll):
Dass der Sommer vorbei und der Herbst eingekehrt ist, wurde an dieser Stelle ja bereits kurz festgestellt. In der Folge türmen sich nun auch überall wieder die wohlfeilen Kürbisse in ihrer ganzen Pracht dem geneigten Käufer entgegen.
Apropos Kürbisse, und damit wären wir etwas holprig beim eigentlichen Thema: Was mich derzeit vielmehr beschäftigt ist der Umstand, dass mir – obwohl namentlich zwar geläufig – die Smashing Pumpkins während ihrer aktiven Schaffensperiode inhaltlich irgendwie gänzlich entgangen sind. Ob das etwas Unerfreuliches über meine Persönlichkeitsstruktur aussagt? Vermutlich nur, dass ich nicht zwingend als early adopter durchgehe, was aber keine Neuigkeit darstellt.
Der Anlass meiner “Entdeckung” der Smashing Pumpkins ist dank der Datenhalde YouTube jederzeit abruf- und sodann möglicherweise auch nachvollziehbar.
Die Rede ist übrigens von Disarm.
Wäre ich eine Blume, ich zählte wohl zur Familie der Herbst-Zeitlosen. Die gemeinhin als “ungünstig” erlebten Jahreszeiten (nass/kalt) machen mir wenig aus, wohingegen der Sommer nicht so wirklich meins ist. Und letztgenannter ist jetzt plötzlich vorbei. Diesen Eindruck vermittelt zumindest das kühl-feuchte Klima, das in den Wäldern hier in der Gegend zur Zeit herrscht.
“Meine” Jahreszeiten kommen also wieder. Fein, fein.
… so oder so ähnlich lautete zumindest in meiner Erinnerung immer das Motto für die Möglichkeit auf bundesdeutschen Autobahnen bar jeglicher Geschwindigkeitsbeschränkungen vor sich hinzubolzen. Zugegeben: Die Autobahnkilometer, auf denen dieses Motto heutzutage gilt, sind auch schon erheblich eingeschränkt worden, aber so grundsätzlich umweht einen “jenseits der Grenze” schon noch etwas mehr das Lüfterl der automobilen Freiheit.
Sollten man aber einmal in die Verlegenheit kommen, mit einem – bevorzugterweise seinem – Auto mit über 320 km/h durch eine Hauptstadt glühen zu müssen aber nicht zu wissen, wo man das straffrei hinbekommen könnte, dann sollte einem Abu Dhabi in Dubai einfallen. Gefährte wie ein Lamborghini Murciélago LP670-4 SV oder ein Mercedes SLR 722 wären übrigens für ein derartiges Unterfangen recht adäquat, wie BBC zuletzt in Top Gear eindrucksvoll vorexerziert hat.
Als wir Buben noch kleiner waren, ging Spaß noch günstiger her, wenn ich mich richtig erinnere.
Aber es galt auch damals schon: Je Lärm desto Spaß.
Manche Dinge ändern sich vermutlich wohl noch länger nicht.
Dass ich ein Faible für Filme habe, habe ich an dieser Stelle meiner Erinnerung nach noch nie erwähnt. Das wäre somit also nachgeholt.
Was mich seit jeher begeistert hat, war der bedächtige Erzählstil Clint Eastwoods. Etwas hölzern manchmal, für einige vermutlich zu wenig dynamisch, aber mit Filmen wie Mystic River immens bewegend. Nicht zuletzt deshalb, da hinter reißerischen Elementen immer auch leisen Werten wie Geborgenheit oder eben auch ihrer Abwesenheit ein großer Stellenwert in der Darstellung eingeräumt wird. Und dafür ist eine gewisse erzählerische Ruhe einfach unumgänglich.
Bei seinem letzten Film – zumindest als Schauspieler – war es wieder diese Geduld, mit der die Geschichte sich erzählen durfte, die (abgesehen von seinem Inhalt) Gran Torino so sehenswert macht. Und dass ein 78-jähriger Hauptdarsteller nicht mehr zum gewalttätigen Rächer wird, passt dabei ebenso gut ins Bild, wie die Auflösung.
Die wie gewohnt wunderbare Musik sowie die stimmungsvollen Bilder haben wohl das jeweils ihre dazu beigetragen, dass bis nach Ende des Abspanns niemand den Kinosaal verlassen hat. Allein diese Ruhe im Publikum war ein ganz besonderes Erlebnis.
Was soll ich machen … nein, als Serien-Junkie werde ich mich hier jetzt nicht outen, denn das wäre wohl übertrieben. *hüstel*
Aber so ab und an zieht mich eine Serie schon ganz nett in ihren Bann, wie vor einigen Jahren Boston Legal, jüngst Dexter (aber im Sommer geht’s da weiter) oder gerade eben Battlestar Galactica. Aber Galactica ist mit der soeben ausgestrahlten letzten Folge von Season 4 am erzählerischen Ende angelangt. Somit heisst es Abschied nehmen von einem erzählerisch dichten, atmosphärisch sich angenehm düster abhebenden Werk, das es so wohl nie wieder geben wird.
Nun, Winter ist nicht unbedingt meine bevorzugte Jahreszeit zum Photographieren. Das Licht ist zu hart, das Wetter zu ekelhaft aber immerhin bleiben somit noch drei Jahreszeiten über. Im Winter wird gerastet.
Der Winterschlaf scheint nun aber vorbei zu sein, da das Licht wieder besser wird und die Temperaturen im Steigen begriffen sind. Die Akkus sind geladen und Jagd auf Motive kann also in Kürze wieder beginnen.
Übrigens, mein Lieblingsbild aus 2008 ist dieses hier: